euryclia ist die Plattform im Internet, bei der der Leser entscheidet, was zum Buch wird.
euryclia stellt im Internet fertige Manuskripte und (Buch-)Projekte im Entstehen vor, die von den Lesern beurteilt, kommentiert, ausgewählt und bestellt werden können. Wer ein Manuskript bei euryclia bestellt (Subskription*), gibt ihm eine Chance auf Veröffentlichung. Und wenn dies eine gewisse Anzahl von Leuten tun, wird das Manuskript als Buch herausgebracht. Ist es erst mal erschienen, kann es ganz normal bei euryclia oder im Buchhandel gekauft werden.
Jedes Jahr gibt es in Deutschland über 90.000 Neuerscheinungen. Insgesamt sind 1,2 Mio. Bücher lieferbar. Doch die aller wenigsten Bücher finden tatsächlich eine Leserschaft. Da stellt sich die Frage: warum die Leser nicht vorher fragen? Warum sie nicht sogar in die Entstehung eines Buches einbinden? Genau dies ist der Ansatz von euryclia. Konzeptionell basiert euryclia auf zwei Grundideen:
Crowdsourcing
Jeder Subskribent trifft seine (Kauf-)Entscheidung für sich selbst. Aber in der Summe entsteht aus dem Zusammenwirken der Einzelentscheidungen weit mehr – nämlich ein Votum und eine finanzielle Basis (siehe Crowdfunding) für ein Buch. Das Prinzip des Crowdsourcings macht aus privaten Entscheidungen ein Ergebnis mit gemeinschaftlicher Aussage. Dieser Ansatz steht im Gegensatz zur Entscheidungsmacht einzelner Lektoren in herkömmlichen Verlagen, die in Form ihrer Programme für ihr Publikum entscheiden.
Crowdfunding
Über das Verfahren der Subskription beteiligt sich jeder Vorbesteller an der Finanzierung der Buchproduktion. Der Leser wird damit zum „Micro-Verleger“, wobei das herkömmliche unternehmerische Risiko des Geldvorstreckens (das Geschäftsmodell herkömmlicher Verlage) ausgeschalten wird. Durch die verbindliche Zusage der Vorbesteller entsteht Planungssicherheit und die Möglichkeit, ein Buch risikolos zu produzieren.

euryclia ist Preisträger des Virenschleuderpreises 2011
euryclia wurde in 2010 von Marion und Wolfgang Schwehr gegründet. Mit dem Buchprojekt „Universalcode“ wurde ein Pilotprojekt sehr erfolgreich umgesetzt. Im Zentrum dieses Projektes stand die enge Einbindung der Leser, indem über Thesen, Exposés, Titel, Coverbild etc. mit der Leserschaft diskutiert wurde. In 2011 erhielt euryclia für das Buchprojekt „Universalcode“ den Virenschleuderpreis und wurde damit als „erfolgreichste Marketingmaßnahme der Buchbranche im Social Web“ ausgezeichnet. Aktuell macht euryclia eine schöpferische Pause. Mit interessanten (Buch-) Projekten zu Themen des gesellschaftlichen Wandels können Sie sich aber weiterhin gerne an euryclia wenden.
Videomitschnitt der Preisverleihung und Jurybegündung (ab Minute 27)
euryclia in der Presse:
Deutschlandradio Kultur
Deutschlandfunk
Creativity & Business Convention
Deutschlandfunk
Wer liest wann wo
Kulturmarketing Blog
*Was ist Subskription?
Subskription bezeichnet ein Vorab-Verkaufsverfahren, in dem sich der Käufer noch vor Veröffentlichung eines Buches für dessen verbindliche Abnahme entscheidet. Das Verfahren der Subskription ist alt. Es wurde bereits im 17. Jahrhundert auf dem deutschen Buchmarkt eingeführt. Bekannte Autoren wie Friedrich Klopstock (1724–1803) wandten die Subskription an, um ihre Werke zu verbreiten. Bis heute wird das Verfahren eingesetzt, um Werke speziellen Inhalts oder besonderer künstlerischer Gestaltung herauszugeben.

